Krankenhäuser schließen – Leben retten?

Krankenhäuser kann man einfach nicht genug haben – das glauben viele Menschen. Je näher man es zu einer Klinik hat, desto schneller ist man schließlich da. Dieser Film zeigt jedoch: Schnell ist nicht unbedingt gut. Nicht jede Krankheit kann überall auf hohem Niveau behandelt werden. Wo aber die Erfahrung fehlt, können Patienten unnötige Komplikationen erleiden, im schlimmsten Fall sogar sterben. Das passiert in Deutschland Tag für Tag.

Seit Jahren kritisieren Gesundheitsexperten wie Prof. Reinhard Busse von der TU Berlin, dass es hierzulande zu viele Krankenhäuser gibt: „Um die Patienten qualitativ optimal zu versorgen, müssen wir endlich Hospitäler schließen. Sonst gefährden wir die Gesundheit der Patienten.“ Eine Erkenntnis, die seit Jahren auch bei Gesundheitspolitikern angekommen ist. Allein: Niemand hat den Mut dazu.

Wie gravierend das Problem ist, hat eine umfangreiche Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung herausgefunden. Der Film hat ihre Entstehung dokumentiert. Unabhängige Gesundheitsforscher aus ganz Deutschland haben erstmals berechnet, wie viele Krankenhäuser in Deutschland für eine hochwertige stationäre Versorgung optimal wären. Eine Studie, die für Aufregung sorgen wird: Denn am Beispiel einer deutschen Region zeigt die Studie, dass dort zwei Drittel der existierenden Kliniken geschlossen werden sollten! Nicht um Geld zu sparen, sondern um Patienten besser zu versorgen und Leben zu retten.

TEAM
Buch und Regie: Meike Hemschemeier // Kamera: Michael Kern, Sven Kiesche, Roland Gockel  // Ton: Steven Rudi Altig, Ole Schmidt, Erik Koschnik  // Schnitt: Jan Wilm Schmülling // Grafik: Andreas Hougardy // Musik: Thomas Wolter // Sprecher: Simon Roden // Tonmischung: Alexander Weuffen // Mitarbeit: Meik Bittkowski, Anna Schlander // Produktionsleitung: Katja Sträter // Produzent: Thomas Weidenbach // Redaktion: Britta Windhoff // Hergestellt von der Längengrad Filmproduktion im Auftrag des WDR

 

 

  • SENDER WDR
  • JAHR 2019
  • LÄNGE 45 Minuten